Vorsicht Amphibien


   Fotos: R. Jasper

Frösche küssen oder Kröten schlucken?

Bereits vor vielen Jahren haben sich Anwohner des Dorneywaldes nicht damit abfinden wollen, dass viele Amphibien auf der durch den Wald führenden Straße auf dem Weg zu ihren Laichgewässern überfahren werden. Eine Erdkröte benötigt etliche Minuten für die Straßenüberquerung, so dass sie hierbei hoch gefährdet ist. Um sie und die anderen drei Amphibienarten des Dorneywalds (Grasfrösche, Teichmolche und Bergmolche) zu retten, werden daher von einem Dortmunder Naturschutzverein, dem AGARD e.V. (mit Sitz im Naturschutzhaus im Westfalenpark) zusammen mit Helfern etwa des NABU und des BUND Amphibienschutzzäune mit Eimerfallen aufgebaut. Diese funktionieren immer nach demselben Prinzip: Die Tiere kommen aus dem Wald, wo sie überwintert haben und stoßen auf den Zaun, an dem sie entlanglaufen, bis sie in die Eimer fallen. Jeden Abend und jeden Morgen werden sie dann von Helfern aufgesammelt und über die Straße zum Laichgewässer gebracht. Auf diese Weise sind über die Jahre viele tausend Tiere gerettet worden. Man kann schätzen, dass im Gewässer im Dorneywald zeitweise gut 600 – 1000 erwachsene Tiere unter dem Laub des letzten Jahres versteckt sind, teilweise aber nur für wenige Tage oder Wochen. Dann suchen viele wieder ihre Landlebensräume auf und verbringen dort ihr vorwiegend nachtaktives Leben.

  Grasfrosch  Erdkröte

Da sie in Zeiten des Klimawandels besonders vielen Gefahren ausgesetzt sind, ist der Schutz heute wichtiger als je zuvor. Wer mithelfen möchte, kann sich gerne mit dem Naturschutzhaus (0231/12 85 90) in Verbindung setzen und sich über die laufenden Projekte in Dortmund informieren, denn oft werden von anderen Straßen überfahrene Tiere gemeldet, die aber die bisher überschaubare Anzahl von Helfern nicht alle schützen kann. Text + Tierfotos: B. Gregarek/AGARD

 Bergmolch   Froschlaich